Die RBB Abendschau berichtete ausführlich und die Märkische Oderzeitung (MOZ) widmete einer Moorexkursion im Projekt WetNetBB fast eine ganze Seite. Die Veranstaltung in Ribbeckshorst richtete sich an Landwirte, Flächeneigentümer und regionale Stakeholder und wurde in Kooperation mit der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) durchgeführt. Friedrich Birr (HNEE) konnte in beiden Formaten anhand einer von ihm durchgeführten Bohrung mit der Moorsonde für das langsame Wachstum der Moorböden und der damit verbundenen einschneidenden Degradierung bei Austrocknung sensibilisieren. Der hohe Ausstoß von CO2 durch trocken gelegte Moore, aber auch die Wirkungen auf den Landschaftswasserhaushalt und Ansätze zur wirtschaftlich machbaren Umwidmung von landwirtschaftlichen Nutzflächen auf Moorböden werden bei WetNetBB unter anderem im Beirat mit seinen Mitgliedern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutiert, so dass Steffen Pingen, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverband (DBV) als Beiratsmitglied für die Exkursion gewonnen werden konnte. MOZ-Autorin Sophia Schwan zitierte ihn bezüglich Moorvernässungen mit den Hinweisen auf die Dimensionen „Generationenprojekt“ und „Marathon“. Eckardt Dauck, Geschäftsführer des Berliner Unternehmens Stramentec stellte Bauplatten aus Moorbiomasse vor, die er gerne in der Region und damit nah am Rohstoff produzieren möchte. Johannes Funke (SPD), Landtagsabgeordneter, Agrarpolitischer Sprecher seiner Fraktion und ebenfalls Mitglied im Beirat von WetNetBB sah bei der Exkursion Chancen für eine Wertschöpfung in der Region, wenn sie entlang wirtschaftlicher Machbarkeit stattfinden: „Besonders wichtig ist es, eine Verwertungskette auf Grünlandstandorten hinzubekommen – wenn die Biomasse von feuchten Grünlandstandorten kommt, umso besser!“
Moorexkursion im Projekt WetNetBB generiert mediale Aufmerksamkeit
- von Susanne Engels
