Zum Inhalt springen

WetNetBB bei Power to the Peatlands 2026

Wie gelingt der Schritt von der Wiedervernässung zu einer neuen Wertschöpfung? Und: wie sieht die Zukunft der Moore auch gesellschaftlich tragfähig aus? 
Diesen Fragen widmeten sich Anfang September internationale Experten bei der Konferenz „Power to the Peatlands 2026“ im niederländischen ’s-Hertogenbosch. Die Konferenz zählt zu den bedeutenden europäischen Treffpunkten für Wissenschaft, Politik und Praxis rund um die Zukunft der Moore. Mit Paul Mosebach, Friedrich Birr, Dr. Manuel Helbig, Ph.D. und Prof. Dr. Torsten Sachs war auch WetNetBB Modell- und Demonstrationsvorhaben vertreten. In ihren Beiträgen ging es um „Tragfähigkeitsdynamiken von Niedermoorgrünland“ und darum „Wie sich Wasserstände auf Treibhausgasemissionen von entwässerten Mooren auswirken“.
Der internationale Austausch bildet den Anspruch von WetNetBB im großen Maßstab ab: Die Zukunft der Moore wird keinesfalls allein durch Renaturierung entschieden werden. Es geht darum, Landwirtschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Praxis zusammenzubringen – und aus neuen Formen der nassen Moornutzung wirtschaftlich nachhaltige Wertschöpfungsperspektiven zu entwickeln.
Genau hier setzt WetNetBB an: Das Verbundprojekt verbindet Wissenschaft und Praxis vom Pflanzenbestand bis zur Wertschöpfung und bezieht dabei die Perspektiven unterschiedlicher Stakeholder aus den Projektregionen ein. Paul Mosebach und Friedrich Birr verantworten dabei das Monitoring der Biodiversität und abiotischer Standortfaktoren, um die Wiedervernässungseffekte auf Flora und Fauna vor Ort zu analysieren und damit belastbare Entscheidungsgrundlagen für Bewirtschaftungsoptionen zu schaffen. In den Jahren 2025 und 2026 haben sie 20 Untersuchungsstandorte aufgebaut, an welchen sie ganzjährig Messungen durchführen. Manuel Helbig und Torsten Sachs erheben ihre Daten seit 2025 im Mittleren Havelland.